powered by crawl-it
königlicher kadett
Königlich-Preußischer Kadett 1860
seconde-leutnant
Seconde-Leutnant 1866
leutnant
Leutnant 1872
hauptmann
Hauptmann
major
Major
generalleutnant
Generalleutnant 1900
general der infanterie
Gen.d.Infanterie 1910
generalfeldmarschall
Feldmarschall 1917
reichspräsident
Reichspräsident 1934

Paul von Hindenburg.

Als am 2. August 1934 auf dem Gut Neudeck (Ogrodzieniec) bei Freystadt (Kisielice) die rot-weiße Familienflagge derer von Beneckendorff und von Hindenburg auf Halbmast gesetzt wurde, war einer der bemerkenswertesten Männer des letzten Jahrhunderts verstorben.
Amtierender Reichspräsident, Generalfeldmarschall des letzten deutschen Kaisers und Sieger von Tannenberg, Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von Hindenburg, so sein vollständiger Name, wurde fast 87 Jahre alt.
In seiner Laufbahn als Soldat stieg er zum kühnen Feldherrn auf. Danach glaubte er endgültig in den Ruhestand treten zu können. Er musste jedoch noch einmal seinem Vaterlande dienen. Im Jahre 1925 und 1932 wurde er zum Reichspräsidenten gewählt. Übrigens war er der erste und bis heute einzige deutsche Staatspräsident, der direkt vom Volk gewählt wurde.
Was immer vorhanden war, war die herausragende Persönlichkeit und Ritterlichkeit. Soldat war er mit Leib und Seele gewesen.
"Soldat zu werden war für mich kein Entschluss, es war eine Selbstverständlichkeit. Solange ich mir im jugendlichen Spiel oder Denken einen Beruf wählte, war es stets der militärische gewesen. Der Waffendienst für König und Vaterland war in unserer Familie eine alte Überlieferung.", schrieb er in seinen Memoiren.
Soldat sein und Ritterlichkeit waren für ihn untrennbar verbunden. Als sein großer Gegner, Marschall Foch, im Jahre 1929 schwer erkrankte, erkundigte sich Hindenburg nach seinem Befinden und ließ ihm seine Genesungswünsche überbringen, was auf den ehemaligen französischen Oberbefehlshaber einen tiefen Eindruck machte. Bewegt sandte er einen General zum deutschen Botschafter, um Hindenburg seinen Dank zu übermitteln. Hindenburg ließ nie ab, in den Boden späterer Versöhnung den ersten Samen zu streuen.
"Die Flaggen, die gestern auch über Hunderte von nichtamtlichen Gebäuden in London wehten, waren eine Huldigung für den Mut und die Vaterlandsliebe dieses Soldaten der alten preußischen Schule, dessen Charakter durch den Sieg nicht getrübt und durch die Niederlage nicht erschüttert wurde."
Dies stand bei seinem Tode nicht in einer deutschen Zeitung, sondern in der angesehenen Londoner Times...