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Gef. bei Dombrovice

Die Schlacht bei Lódz

16. - 24. November 1914

Die Gefechte bei Dombrowice und Kutno

Dombrowice
Das russische II. Armeekorps, dessen Stellung sich von südlich Chodow bis über Lanienta erstreckt, wird gemeinsam vom XVII und XX. Armeekorps angegriffen. Das XVII. geht über Straszkow und Dzierzbice, das XX. über Dombrowice und Olzowa vor. Die russische Stellung bei Chodow wurde am Nachmittag vom XVII. Korps erobert. Der Angriff auf dem Südflügel ist in gutem Fluss. Die bei Zawadka stehende Korpsreserve wird von Süden umfassend auf Sobotka angesetzt.
Im Frontabschnitt des XX. Korps entwickeln sich zunächst heftige Kämpfe um vorgezogene Stellungen der Russen. Das Infanterieregiment 147 erstürmt die Höhen von Dombrowice. Erst gegen 19:00 Uhr befindet sich das Korps vor der feindlichen Hauptstellung. Aber noch in der Dunkelheit wird Ostrowy genommen.
Auf dem linken Flügel hat sich die 9. Kavalleriedivision erfolgreich am Angriff beteiligt. Im mittleren Abschnitt scheitert jedoch der Angriff gegen die stark befestigten Höhen von Piorowawola.
Das I. Reservekorps stößt auf dem Vormarsch von Kowal auf Gostynin mit seiner 36. Reservedivision auf starken Feind in Linie Piotrow-Marjanka. Unterstützt von der 6. Kavalleriedivision greift sie an, kann aber keine Entscheidung herbeiführen. Schon naht von Plock her das VI. sibirische Korps.
Das XXV. Reservekorps hatte an der Weichsel eine Abteilung von zwei Bataillonen und einer Batterie zur Verfolgung der dort zurück gegangenen Russen gebildet. Unter Führung des Majors Schmid stand diese Abteilung bei Domb Wielki auf 10 km Entfernung zu den bei Dunimow Nowy schanzenden Russen. Das Korps selbst erreichte, hinter dem I. Reservekorps vorbei nach Süden marschierend, Lubien.
Auf dem nördlichen Weichselufer bei Lipno hatte die vereinte Abteilung Wrochem-Gregory die zum VI. Armeekorps gehörende russische 4. Division zurück geschlagen. Die Russen erlitten hier starke Verluste. Mit dem Auftrag, den Uferwechsel dieses Korps bei Plock zu verhindern, erreichte die Abteilung am 17. die Gegend von Sikorz. Inzwischen hatte Generalleutnant von Dickhuth den Befehl über diese Abteilung übernommen. In Thorn noch verfügbar gemachte Kräfte waren im Anmarsch auf Lipno.
Vor dem äußersten rechten Flügel der deutschen 9. Armee, dem österreichischen Heeres-Kavalleriekorps 3, hatten die Russen sich ruhig verhalten. General Nowikow begnügte sich, nach seinem bisherigen Misserfolg, lediglich Truppen zur Verschleierung über die Warte zu schicken. Nach Neuordnung und Ergänzung seiner Schwadronen beabsichtigte er erst am 15. wieder in das Gebiet von Turek vorzugehen.